Das Fahrzeug wurde 2016 gekauft und kam 1978 als 911 SC in Japan auf die Welt. In den folgenden fünf Jahren zwischen 2017 und 2021 wurde das Fahrzeug ohne Rücksicht auf Kosten aufgebaut. Vollständige Entlackung und KTL Beschichtung aller Karosserieteile, penibles überprüfen der Karosserie auf der Rückbank. Die Farbe ist (hoffentlich!) bis jetzt ein Einzelstück. Es ist Ardbeg Green, also exakt das Grün aus der Kartonverpackung von Ardbeg. Jedes aber, wirklich jedes Teil wurde mikroskopisch instandgesetzt oder erneuert. Dabei wurden einige Entwicklungen vorgenommen und realisiert, die man nirgends kaufen kann. So zum Beispiel in alleine 120 Stunden die Frontölkühlung. Um keine warme Luft verwirbelt unter dem Auto haben, wurde dieser aufwändige, von Hand gefertigte Metallkamin entwickelt. Für die Louvres in den vorderen Kotflügeln wurde eigens ein Presswerkzeug angefertigt. Die Motorhaube mit dem Lüftungsschlitz wurde ebenfalls von Hand angefertigt.
Der Motor ist der originale 930 Motor. Er wurde auf 3,6 l Hubraum erweitert. Das Fahrzeug hat einen klassischen Verteiler für die Doppelzündung und fährt selbstverständlich zeitgenössisch korrekt mit Vergaser. Einige Stichpunkte für die Profis: von Hand verrundete Stege im Kurbelgehäuse, doppelt abgedichteter Kurbelwellensimmering – in Verbindung mit der großen Ölpumpe ergibt das Unterdruck im Kurbelgehäuse. 8 Zoll Schwungrad mit zwei Scheibenkupplung. Und so weiter und so weiter – das Ergebnis dieses immensen Aufwandes kann sich sehen lassen: 382 PS und 402 Nm treffen auf 1044 kg Fahrzeuggewicht. Das Auto beschleunigt wie ein 997 GT3.
Das Getriebe ist ein 915, allerdings nach dem Motto „alles rein was geht“ aufgerüstet, auf den Standard eines Porsche 935. Neben allen möglichen mechanischen Verstärkungen und Optimierungen verfügt es über eine externe elektrisch betriebene Ölkühlung.
Das Fahrwerk ist G-Modell typisch ein Drehstabfahrwerk mit Stoßdämpfern KW Classic. Verstellbare Stabilisatoren, Bumpsteer Ausgleichselemente und so weiter und so weiter. Die Achsgeometrie und das Grundsetup wurden bei Manthey Racing aufwändig auf dem Fahrwerksprüfstand entwickelt und später im Fahrversuch mit der AC-Schnitzer Fahrwerkslegende Manfred Wollgarten getestet und vollendet. Druck- und Zugstufe natürlich getrennt voneinander einstellbar.
Der Radsatz sind handgefertigte Fuchs Felgen in 9J und 11J 15. Ursprünglich bereift mit Michelin TB, steht das Fahrzeug derzeit auf Pirelli P7 . Die Bremse stammt vom 930 Turbo/917. Die Pedalerie wurde im Bereich Gas und Bremse so modifiziert, dass sich das Fahrzeug hervorragend mit Zwischengas bewegen lässt.
In den vergangenen Wochen wurden alle entscheidenden Komponenten erneut geprüft und nachgestellt. So bekam das Fahrzeug zur Kontrolle eine erneute Achsvermessung, der Motor einen großen Service und das Fahrzeug wurde innen wie außen aufbereitet und der Lack keramisch versiegelt.
Selbstverständlich gibt es einen gutachterlichen Bericht, unzählige Fotos sowie eine umfangreiche Rechnungsdokumentation. Der Porsche ist seit dem Neuaufbau unfallfrei. Ein Gutachten zur H-Zulassung liegt ebenfalls vor. Das Fahrzeug hat eine einzige Runde Nordschleife im Touristenverkehr hinter sich, keine Rennen oder Clubsportveranstaltungen. Als Alternative zum Ducktail gehört zu dem Fahrzeug ebenfalls ein montagefertiger Whaletail und ein handgefertigtes Taschenset.
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